Für Jeden, der einen ernsthaften und strategisch wertvollen Bericht erwartet, bitte an dieser Stelle nicht weiterlesen.

Vor 2 ½ Jahren startete meine „Pokerkarriere“ mit SnGs. Nichts anderem. Direkt ins kalte Wasser natürlich auch NL. Ab und zu mal ein MTT zur Auflockerung zwischendurch, aber im Endeffekt nur SnGs. Klar, waren mal noch $1-$2 aufm Konto, schnell an nen CG-Tisch, low Limit, erstes As Allin und mal gucken, ob man irgendwie zumindest wieder auf 5.50 kam.
Dann, nach meinem Einstieg in die Pokerliga, lernte ich mit unserm Team Kapitän einen „Nur-Cashgame-Spieler“ genauer kennen. Das reizte mich dann doch irgendwie, wenn man liest, wie schnell die Kurve da nach oben geht (bzw. gehen könnte)…
Cashgame und SnGs unterscheiden sich nicht nur spielerisch. Beim SnG setzte ich mir vorher durch das Buyin den Betrag, den ich bereit bin zu riskieren. Mehr nicht. Beim Cashgame kann ich das nicht. Also.. ICH nicht. 0.01/0.02 ist mir zu low, da wird alles andere als Poker gespielt. Auch 0.05/0.10 sehe ich noch nicht viel anders. Andererseits muss ich natürlich das Buyin beachten. Shortstacked will ich auch nicht spielen, also brauch ich schon nen höheren Betrag (Ja, höher ist auch hier relativ), um mich an nen Tisch zu setzen. (Bankroll Management war nie meine Stärke).
Gestern spielte ich also staked by Pokerfieber.com (Gruß ans Konkurrenzteam in Liga 1) bei Pokerlion zwei MTTs (beide in Bubble Nähe verlassen
) und hatte dann noch runde 6 Euro aufm Konto. Dann kam mir die Cashgame Idee.
Kurz angefangen mit SH 0.05/0.10, Buyin ~ $9.50, schnell runter auf $6, (Q8o pusht halt gerne UTG allin ($3), OTB hab ich das mit AKs gecallt. Flop: Q)
Keine drei Hände später AQo, preflop $0,33, 2-mal call, Flop 23Q und ab da wurde der Hammer ausgepackt. Scheiß auf Slowplay. Nur noch Aggressivität. Push direkt Allin, beide callen, ATs und 88, Turn und River blank, knappe $16 safe.
Limit hoch, SH 0.12/0.25 mit ner 16 Dollar BR… Aber die Aggressivität wollte ich beibehalten. Spielen, als sei einem das Geld nichts wert. Sollte rein psychologisch gar nicht so verkehrt sein. Mit Geld spielen, das man nicht verkraften könnte zu verlieren, ist ja eh das Verkehrteste, was geht. Zurück zum Spiel. Maniac am NL0.25 Tisch. Mit
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in LP preflop auf 0.87$, call, Flop kommt
EP bet $2, raise auf $7.86, call. Turn
EP check, Ich allin, er fold. Schonmal + $8. ein paar kleinere Hände folgen, fast jede 2te Hand bekommt preflop den 3-4 BB als raise. Die Letzte Hand am Tisch ist
als BB, 2 Caller. Flop kommt
, ich bette $0.43, ein call, ein raise auf $4, dem entgegne ich mal wieder mit einem Allin. Auch das wird gecallt. Leider zeigt die Software bei Showdowns nicht an, was der Gegner hat, aber es scheint trotz
auf Turn und
auf dem River nicht gut genug zu sein.
Ende vom Lied: Ich bin von $9 auf $6 auf runde $45 in 31 Händen geklettert, kann eine Rate von +146.56 BB/hr vorweisen, Pokertracker wertet meinen „Aggression Factor“ als 3,63 (normal 1, bei 1,5 gilt man laut PT als aggressiv) und… bei allen 4 Gegnern, die mit mir am Tisch waren, werde ich schöne Notes bekommen und für verdammt schlechte Laune gesorgt haben. 
OB das nun allerdings die gewinnbringende Spielweise ist… Man wage zu bezweifeln. Ich habe nur gemerkt, so macht Pokern irgendwie auch Spaß. Trotzdem bleibe ich wohl lieber bei SnGs…
Der Beitrag wurde
am Wednesday, den 2. April 2008 um 19:11 Uhr veröffentlicht
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Am 2. April 2008 um 19:51 Uhr
Ordentliches BRM und dann ab dafür!!!